Die neuen Zahlen zeigen: Im Landkreis Wesermarsch fällt weniger Abfall pro Kopf an – von 491 auf 489 kg. Ein kleiner, aber wichtiger Schritt! 👏
🔍 Highlights 2025:
• 🗑️ 4,6 % weniger Restmüll – dank besserer Trennung und bewusstem Umgang.
• 🌿 Bioabfall stabil & niedrige Störstoffquote – die Kampagne Saubere Biotonne wirkt!
• 📦 Papier/Pappe leicht rückläufig (-2,7 %) – digitale Medien lassen grüßen.
• ♻️ Leichtverpackungen stabil, (40 Kg je Einwohner) gutes Trennverhalten im Gelben Sack.
• 🌳 Weniger Grünabfälle – u. a. dank Rasenrobotern & trockenem Wetter.
• 🚛 Mehr Sperrmüll-Direktanlieferungen +14 %.
• 🪵🏗️ Holz + Bauschutt deutlich gestiegen – Bau- und Sanierungsboom hält an.
• 🍾 Altglas leicht gesunken, aber weniger illegaler Müll dank „Wanted“-Kampagne.
• 🔌 Elektroschrott +13 % – Aktion E‑Schrott gegen Blumenwiese war ein voller Erfolg!
• 👚 Altkleider +23 % – starkes Rückgabeverhalten auf den Recyclinghöfen
✔️ Fazit: Weniger Müll pro Kopf, saubere Biotonnen, erfolgreiche Kampagnen und ein starkes Umweltbewusstsein in der Wesermarsch. Gemeinsam machen wir den Unterschied! Alle Details im folgenden Fließtext.💚🌍♻️
Leichtes Minus beim Pro‑Kopf-Abfall
Die Abfallwirtschaft Wesermarsch legt die Abfallbilanz für das Jahr 2025 vor. Insgesamt wurden im Landkreis 44.192 Tonnen kommunaler Abfall erfasst. Damit liegt die Gesamtmenge leicht unter dem Vorjahreswert von 44.283 Tonnen. Bei einem Bevölkerungsanstieg von 90.178 auf 90.305 Einwohnerinnen und Einwohner sank das Pro‑Kopf‑Abfallaufkommen von 491 Kilogramm je Einwohner auf 489 Kilogramm je Einwohner.
Restmüllaufkommen leicht gesunken
Das Restmüllaufkommen aus Privathaushalten, das sowohl die reguläre Tonnensammlung als auch die Anlieferungen auf den Recyclinghöfen umfasst, ist im Jahresvergleich zurückgegangen. Im Jahr 2024 wurden 7.257 Tonnen Restabfall über die Sammlung und 1.938 Tonnen über die Recyclinghöfe entsorgt, was einer Gesamtmenge von 9.195 Tonnen entspricht. Im Jahr 2025 lag die Menge der Restabfallsammlung bei 6.911 Tonnen, ergänzt durch 1.863 Tonnen an Anlieferungen, sodass sich insgesamt 8.774 Tonnen Restmüll ergaben. Dies entspricht einem Rückgang von 4,6 Prozent.
Durch das Verursacherprinzip bleibt das Pro‑Kopf‑Restmüllaufkommen von 97 Kilogramm weiterhin deutlich unter dem Bundesdurchschnitt (150 Kilogramm). Verursachungsprinzip bedeutet, dass diejenigen, die Abfall erzeugen, durch korrektes Trennen und Sortieren aktiv dazu beitragen, ihre Entsorgungskosten zu senken und Umwelt sowie Ressourcen zu schonen.
Bioabfall bleibt stabil – Störstoffquote dank Kampagnen niedrig
Die Menge des über die Biotonne erfassten Bioabfalls lag im Jahr 2025 mit 8.706 Tonnen nahezu auf dem Niveau des Vorjahres (8.680 Tonnen). Das Pro‑Kopf‑Aufkommen beträgt rund 96 Kilogramm je Einwohner.
Die seit 2019 durchgeführte Informations- und Kontrollkampagne „Saubere Biotonne“ trägt weiterhin dazu bei, den Störstoffanteil niedrig zu halten. Dies wirkt sich sowohl auf die Qualität des erzeugten Komposts als auch auf die Effizienz der Biogaserzeugung positiv aus.
Papier- und Pappmengen leicht rückläufig
Im Jahr 2025 wurden im Landkreis 5.507 Tonnen Papier und Pappe über die Papiertonne und Anlieferungen der Recyclinghöfe gesammelt, nach 5.659 Tonnen im Jahr 2024. Damit verringerten sich die Mengen um 2,7 Prozent. Grund hierfür ist unter anderem, dass immer häufiger leichte Versandkartonagen aus dem Onlinehandel anfallen und gleichzeitig weniger gedruckte Zeitungen und Kataloge entsorgt werden, da viele Inhalte inzwischen digital konsumiert werden.
Leichtverpackungen: stabile Sammelmengen
Auch die Menge der erfassten Leichtstoffverpackungen blieb nahezu stabil. Mit 3.621 Tonnen liegt sie nur geringfügig unter dem Vorjahreswert von 3.678 Tonnen. Das Pro‑Kopf‑Aufkommen beträgt 40 Kilogramm je Einwohner und ist somit nur um 640 Gramm gesunken. Im deutschlandweiten Vergleich produzieren die Wesermärschler rund 8 Kilogramm mehr pro Kopf als der Durchschnitt. Dies ist jedoch auf die moderate Störstoffquote im Gelben Sack zurückzuführen, da die meisten Haushalte ein gutes Trennverhalten zeigen.
Grün- und Gartenabfälle: geringere Mengen durch Wetter und technische Gartengeräte
Die angelieferten Grün- und Gartenabfälle erreichten im Jahr 2025 eine Menge von 6.210 Tonnen und lagen damit rund 7 Prozent unter dem Vorjahreswert von 6.709 Tonnen. Neben den geringeren Niederschlagsmengen im Vergleich zum sehr regenreichen Jahr 2024 spielt auch ein wachsender Einsatz von Rasenmährobotern eine Rolle. Diese zerkleinern das Mähgut sehr fein und lassen es im Rasen als Mulchmaterial zurück, wodurch deutlich weniger Grünabfälle zur Annahme auf den Recyclinghöfen anfallen.
Sperrmüll: weiterer Anstieg der Direktanlieferungen
Die Menge der direkt auf den Recyclinghöfen angelieferten Sperrmüllfraktionen stieg im Jahr 2025 auf 2.077 Tonnen und lag damit deutlich über dem Vorjahreswert von 1.822 Tonnen, was einem Anstieg von 14 Prozent entspricht. Die Menge der über die Straßensammlung abgeholten Sperrmüllgegenstände mit 498 Tonnen stieg zudem um knapp 11 Prozent gegenüber dem Vorjahresniveau (449 Tonnen).
Holz und Bauschutt steigen – Bau- und Sanierungsaktivitäten prägen die Mengen
Die angelieferte Holzmenge (Holz der Kategorien A1 bis A3 sowie A4) stieg mit insgesamt 2.671Tonnen spürbar an und lag damit knapp 12 Prozent über dem Vorjahreswert von 2.389 Tonnen.
Auch die Bauschuttmengen nahmen zu: Wurden 2024 noch 1.511 Tonnen erfasst, so waren es im Jahr 2025 1.886 Tonnen, was einem Zuwachs von rund 24 Prozent entspricht. Diese Entwicklung spiegelt die anhaltend hohe Zahl an Bau- und Sanierungsmaßnahmen im Landkreis wider.
Altglas: leichter Rückgang – illegale Ablagerungen gehen dank Kampagne zurück
Das Altglasaufkommen lag im Jahr 2025 bei 2.184 Tonnen und damit rund 3 Prozent unter dem Vorjahreswert von 2.260 Tonnen. In Anbetracht des Sammelmengenrückgangs appelliert die GIB an alle Städte und Gemeinden sowie Inverkehrbringer wie Lebensmittel-Einzelhändler, die Mengen an Altglascontainern nicht zu dezimieren. „Altglas ist eine unserer hochwertigsten Abfallressourcen, die dringend in den Wertstoffkreislauf zurückgeführt werden müssen und keinesfalls aufgrund von zu wenigen Altglascontainern im Restmüll landen sollten“, so die GIB-Sprecherin Alexandra Janßen.
Positiv hervorzuheben ist die Entwicklung an den Containerstandplätzen:
Die Menge der illegal entsorgten Abfälle, auf Altglascontainerstandplätzen, sank im Jahr 2025 auf 15,7 Tonnen, nach 17 Tonnen im Jahr 2024. Dieser Rückgang um mehr als eine Tonne gilt als deutlicher Erfolg der mehrsprachigen „Wanted“-Kampagne, mit der alle 100 Standplätze mit insgesamt 263 Altglasbehältern ausgestattet wurden. Die Kampagne wies konsequent auf hohe Bußgeldverfahren hin, vermittelte Hinweise in mehreren Sprachen und ermöglichte über einen QR‑Code das schnelle Melden von Verunreinigungen.
Elektroschrott: deutlicher Anstieg dank kreativer Sammelaktionen
Die Menge an Elektroschrott ist im Jahr 2025 spürbar gestiegen. Während im Jahr 2024 noch 844 Tonnen Elektroschrott erfasst wurden, erhöhte sich die Sammelmenge im Jahr 2025 auf 953 Tonnen.
Dieser außergewöhnliche Anstieg von 13 Prozent ist unmittelbar auf die erfolgreichen Kampagnen „E‑Schrott gegen Blumenwiese“ sowie „E‑Schrott gegen Meisenknödel“ zurückzuführen. Beide Aktionen kombinierten die Abgabe von Altgeräten mit einem unmittelbaren Mehrwert für die Natur und motivierten viele Bürgerinnen und Bürger zu einer fachgerechten Abgabe defekter Elektrogeräte. Darüber hinaus trägt die gesteigerte Rücklaufquote dazu bei, gefährliche Batterie- und Akkubrände in Entsorgungsfahrzeugen und Anlagen zu verhindern.
Schadstoffe und Reifenmengen stabil
- Schadstoffe: 53 Tonnen (2024: 53 Tonnen)
- Altreifen: 38 Tonnen (2024: 35 Tonnen)
Altkleidersammelmengen
Auf den Recyclinghöfen im Landkreis wurden rund 255 Tonnen (2024: 208 Tonnen) – deutlicher Anstieg um rund 23 Prozent, Alttextilien gesammelt.
Fazit: positive Trends und erfolgreiche Kampagnen
Das Jahr 2025 zeigt ein insgesamt stabiles bis leicht verbessertes Abfallaufkommen im Landkreis Wesermarsch. Besonders positiv hervorzuheben sind der Rückgang des Pro‑Kopf‑Abfalls, die messbaren Erfolge der „Wanted“-Kampagne gegen illegale Müllentsorgung, der massive Anstieg der Elektroschrottmengen durch kreative Beteiligungsaktionen sowie das gute Trennverhalten insbesondere bei den Bioabfällen.
Tabellarische Abfallbilanz hier.
